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Sie möchten einen American Bulldog als neues Familienmitglied
aufnehmen. Das ist eine gute Entscheidung. Damit haben Sie aber auch die
Verantwortung für einen Hund übernommen, der durchaus nicht immer einfach ist in
seiner Erziehung. Doch mit Geduld und Konsequenz erzieht man den American
Bulldog zu einem treuen Freund, wie er besser nicht sein kann.
Viele Welpenkäufer haben eine bestimmte Vorstellung, wie "ihr" Hund aussehen
soll, wichtiger ist allerdings das der "Funke" überspringt. Schließlich soll man
ein ganzes Hundeleben mit dieser Entscheidung glücklich sein.
Bevor ein Welpe ins Haus kommt, sollte man bestimmte Punkte beachten. Ein
wichtiger Punkt ist soziale Bindung zur Mutter, d. h. die Mutter sollte nie über
längere Zeit von Ihren Welpen getrennt sein. Schön wäre es, wenn man natürlich
auch den Vater der Welpen "life" erleben könnte und sieht wie er sich Fremden
gegenüber verhält. Dies ist auch beim Muttertier wichtig. Unsicherheit,
Ängstlichkeit und Aggressivität kann sich auf die Welpen übertragen. Im
umgekehrten Fall, d. h. ist sie freundlich, natürlich auch. Der Vater ist
deshalb wichtig, weil er ja schließlich an dem Wurf zu 50% beteiligt ist und
auch bei der Aufzucht helfen sollte. Natürlich sollte auch er nicht aggressiv
oder ängstlich sein. Sollte der Rüde nicht bei der Hündin leben, sollte man
fragen, ob man sich über den Hund informieren bzw. ob man ihn besuchen kann.
Kein Züchter sollte Ihnen diese Informationen verweigern.
Die Unterbringung der Welpen ist natürlich auch wichtig. Sie sollten nicht
isoliert aufwachsen, fehlende Eindrücke kann man später nur schwer nachholen.
Alle Welpen erschrecken dann und wann einmal, das ist klar, sollten die Welpen
aber weglaufen, wenn Besuch kommt, ist von einem Kauf dringend abzuraten. Die
Prägung auf andere Rassen und Tiere, ebenso wie auf verschiedene Menschen (alt,
jung, versch. Hautfarben) ist sehr wichtig. Es ist schwierig einem Welpen
später, d. h. nach der 16. Lebenswoche fremde Eindrücke näher zubringen. Kinder
sollten sie auf alle Fälle gewöhnt sein, am besten vom ersten Tag an. Bei uns
kein Problem, da wir außer den drei eigenen immer noch genug andere da haben.
Wiegen der Kleinen ist Chefsache, schließlich sollen sie wachsen und gedeihen.
Um die 3. Woche herum dürfen die Welpen "fremden" Besuch empfangen. Leckerlies
dabeizuhaben ist eine schöne und willkommene Bestechung für die Mutterhündin.
Eine Woche später können die Kleinen auf gesichertem Gebiet die ersten Ausflüge
nach draußen machen. Wenn sie geimpft, in der 6. Woche, kann auch wieder fremder
Hundebesuch eintrudeln. Sehr wichtig ist auch der Besuch einer Welpenspielgruppe
ab der 8. Woche. Fremde Hunde, fremde Menschen, neue Eindrücke, dies muß
gefördert werden, damit Ihr Hund später mit neuen Situationen zurechtkommen
kann.

Weite Anfahrten sollten kein Hindernis sein "seinen" Hund einige mal zu besuchen
bevor man ihn mit nach Hause nimmt. Eine Möglichkeit zur Übernachtung sollte
bestehen. Schön wäre es, wenn schon vor der Geburt und dem Kauf eines Welpen
Kontakt zum Züchter entsteht. Schließlich muß man sich ja einen Eindruck
verschaffen und gegenseitig beschnuppern. Schließlich möchten wir unsere Welpen
an seriöse Käufer abgeben, wo sie es ein Hundeleben lang guthaben werden.
Wir sehen in unserem Rudel, wie schön es ist, wenn
Welpen von den verschiedenen Rudelmitgliedern aufgezogen werden. Es gibt alle sozialen
Varianten, die man sich nur vorstellen kann und das wünschen wir unseren
Welpen.
Auch hier an dieser Stelle sei nochmals erwähnt, dass Sie
keinen fertigen Hund von uns bekommen! Eigeninitiative und Engagement gegenüber
dem Welpen sind bei Ihnen gefragt, sobald der neue Mitbewohner bei Ihnen
eingezogen ist. Auch hier gilt, von nichts kommt nicht und wer nicht fragt, dem
kann nicht geholfen werden. Wenden sie sich ruhig jederzeit an uns, wenn Sie also
Fragen haben.
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